Sichtbar werden in der Schweiz: Wie du online und offline dein Netzwerk aufbaust

In der Schweiz funktioniert vieles anders. Auch Sichtbarkeit.

Ich lebe seit 16 Jahren in Zürich. Und ich habe gelernt, dass hier Beziehungen über alles gehen. Nicht im Sinne von Vitamin B und Seilschaften. Sondern im Sinne von echtem Vertrauen, das über Zeit wächst.

Das ist eine Stärke. Aber es bedeutet auch: Sichtbarkeit in der Schweiz braucht Geduld. Und eine Strategie, die beides verbindet. Online und offline.

Online: LinkedIn als Basis

LinkedIn ist und bleibt die wichtigste Plattform für berufliche Sichtbarkeit in der Schweiz. Die Schweiz hat eine der höchsten LinkedIn-Durchdringungsraten weltweit.

Das bedeutet: Deine Zielgruppe ist dort. Die Frage ist nur, ob sie dich auch findet.

Die Grundlagen kennst du vielleicht schon aus meinem Blog Post zur Profiloptimierung. Aber hier noch drei Schweiz-spezifische Tipps:

Erstens: Schreib auf Deutsch. Viele Profile in der Schweiz sind auf Englisch. Das macht Sinn, wenn deine Zielgruppe international ist. Aber wenn du Frauen im DACH-Raum erreichen willst, schreib auf Deutsch. Der Algorithmus matcht Sprache mit Sprache.

Zweitens: Sei lokal sichtbar. Erwähne Zürich, Basel oder Bern in deiner Headline und deinem Content. Lokale Bezüge helfen dem Algorithmus und schaffen Nähe.

Drittens: Nutze den Schweizer Stil. Keine lauten Versprechen. Substanz, Qualität, Understatement. Das ist genau das, was in der Schweiz funktioniert. Und es ist das Gegenteil von dem, was die meisten LinkedIn-Gurus predigen.

Offline: Netzwerken mit Substanz

Online allein reicht nicht. Besonders in der Schweiz. Hier werden Aufträge vergeben, weil man sich kennt. Weil jemand sagt: «Ich kenne da jemanden, die ist gut.»

Meine Empfehlungen für Zürich und Umgebung:

Branchenspezifische Events. Suche Events, die zu deinem Thema passen. Nicht die riesigen Networking-Messen, sondern kleinere Formate mit 20 bis 50 Leuten. Da passieren die echten Gespräche.

Co-Working-Spaces. Orte wie Impact Hub oder Kraftwerk Zürich sind mehr als Büros. Sie sind Communities. Und Communities sind Netzwerke im besten Sinn.

Alumni-Netzwerke. Wenn du hier studiert oder eine Weiterbildung gemacht hast, nutze die Alumni-Gruppen. In der Schweiz sind das echte Türöffner.

Und natürlich: Selbst Events organisieren. Ein kleines Get-together mit 10 bis 15 Frauen aus deinem Netzwerk. Ein Thema, ein Glas Wein, echte Gespräche. Das ist der Kern von UNIQ Connect, meinem Networking-Format, das ich diesen Sommer starte.

Die Kombination macht's

Die besten Ergebnisse sehe ich bei Frauen, die beides machen. Online sichtbar sein UND offline Beziehungen pflegen.

Weil online Reichweite schafft und offline Vertrauen baut. Und beides zusammen führt zu dem, was wir alle wollen: gesehen werden für das, was wirklich in uns steckt.

Wenn du Unterstützung brauchst bei der Strategie: Lass uns reden.

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Über die Autorin: Annika Huesmann ist Business Coach und LinkedIn-Beraterin in Zürich. Über 15 Jahre Berufserfahrung, davon 5+ Jahre in Markenberatung und einer Ausbildung zur zertifizierten Coach (Dr. Bock Akademie) begleitet sie heute Frauen bei beruflicher Neuorientierung und professioneller Positionierung. [Kostenloses Erstgespräch buchen →]

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